Peer Steinbrück besucht den Bioenergiepark

Eintrag in das Buch der Gemeinde
Die in der Kantine des ehemaligen Munitionsdepots aufgestellten Schachfiguren spielten am Mittwoch, 7. August, beim Treffen zwischen Saerbecks Bürgermeister Wilfried Roos und dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück nur eine Nebenrolle.

Die in der Kantine des ehemaligen Munitionsdepots aufgestellten Schachfiguren spielten am Mittwoch, 7. August, beim Treffen zwischen Saerbecks Bürgermeister Wilfried Roos und dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück nur eine Nebenrolle. Viel spannender war für Steinbrück und die ihn begleitende Journalistenschar das übrige Programm im Bioenergiepark.

Den besonderen Charme des Geländes spürt Steinbrück schon bei der Einfahrt auf das Gelände: Der Schlagbaum öffnet sich für den großen Bus, dessen getönte Scheiben den Blick in den Fahrgastraum verwehren. Um die am Eingang wartende Gruppe um Bürgermeister Wilfried Roos zu begrüßen, verlässt Steinbrück – trotz straffen Zeitplans und einiger Verspätung – den Bus. Ein erster Rundblick und bewundernde Worte. „Das hier ist ein wirklich spannendes Projekt“, zeigt sich Steinbrück gut informiert. „Die Gemeinde Saerbeck ist Pionier in Sachen lokaler Energiewende. Saerbeck hat die Zügel selbst in die Hand genommen. Da habe ich mir gesagt: Das musst die Dir mal angucken“, spricht’s und besteigt, begleitet von Bürgermeister Roos und einigen weiteren Experten für die Energiegewinnung aus Wind, Sonne und Biomasse den Bus. Langsam bewegt sich das Fahrzeug über das Gelände, steuert die im Bau befindliche Kompostierungsanlage der EGST an, fährt über die großzügige Biogasanlage der Saerbecker Landwirte bis zum Photovoltaikpowerpark. „Aussteigen und Pressefoto“ sieht das Protokoll hier vor, aber Steinbrück nutzt die Gelegenheit, sich über die Bedeutung der lokalen Energiewende für den ländlichen Raum und die Arbeit der Genossenschaft „Energie für Saerbeck“ aus erster Hand zu informieren. „Es ist wirklich sensationell, wie es Ihnen gelungen ist, privates Kapital für das Investment zu mobilisieren“, sagt Steinbrück und macht keinen Hehl daraus, dass ihn insbesondere das Genossenschaftsprinzip beeindruckt. „Wir produzieren bald in unserem Bioenergiepark deutlich mehr Energie, als wir benötigen“, rechnet Bürgermeister Roos dem Kanzlerkandidaten vor und zwinkert. „Wenn Sie demnächst im Kanzleramt Energie beziehen wollen, dann gerne aus Saerbeck.“ Steinbrück selbst denkt schon einen Schritt weiter. Er könne, so seine Überlegung, ja auch seinen Wohnsitz in Saerbeck anmelden, um Mitglied der Bürgergenossenschaft zu werden.

Ins goldene Buch der Gemeinde schreibt er ein Versprechen: Er werde nicht wieder 14 Jahre warten mit seinem nächsten Besuch in der Klimakommune – und dann auch Zeit mitbringen für eine Partie Schach mit dem Bürgermeister.



Peer Steinbrück im BEP
Roos, Steinbrück und Coße
Roos, Steinbrüch und Coße (2)











Datumsliste:

07.08.2013
Keine Veranstaltungszeit angegeben.












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