Einheitsbuddeln

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100 Eichensetzlinge sind im Boden und von fürsorglichen Händen ebenso wie aus den Wolken gewässert. Das ist das Ergebnis des „Einheitsbuddelns“, zu dem der Förderverein Klimakommune Saerbeck am Donnerstag auf das für den Naturschutz reservierte Nordgelände des Bioenergieparks (BEP) eingeladen hatte.

Etliche Gruppen und auch Einzelne machte trotz des unsteten Wetters mit. Für Charlotte, Aleksandra und Luzia aus dem sechsten Jahrgang der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) ist ihr gemeinsam gepflanzter Baum ein ganz besonderer. Er heißt Bertha, steht mitten im Wald und darf sich darauf freuen, dass die Drei ihn gut mit Wasser versorgen wollen, wenn die Sommer  weiter so trocken sein sollten.

Die Folgen des fehlenden Regens konnten die Einheitsbuddlerinnen besichtigen, als sie mit Spaten die Pflanzlöcher ausstachen: Trotz aktueller Niederschläge waren nur die oberen etwa fünf Zentimeter Boden feucht, darunter blieb es  staubtrocken. Das ist auch der Grund, weshalb die Wahl auf die Stieleiche fiel, erklärte Christian Melchior vom Bundesforst, zuständig für den Wald und Naturschutzfragen im BEP. „Die Stieleiche kommt mit einer breiten Spanne zwischen feucht und trocken gut zurecht“, erklärte er, während klimatisch anspruchsvollere Arten wie die Fichte im Münsterland wohl bald verschwunden sein würden.

Das Einheitsbuddeln ist eine Initiative aus Schleswig-Holstein, das sich in diesem Jahr um Aktionen zum Tag der deutschen Einheit kümmerte, für alle Bundesländer. Es geht um das Klima, die Zukunft und um ein generationenübergreifendes, bundesweites Ritual für den Tag der Deutschen Einheit. Jedes Jahr zum 3. Oktober ein neuer Wald, das wünschen sich die Initiatoren.

Wir danken Alfred Riese für den Berich.

www.einheitsbuddeln.de