E-Auto der Verwaltung testen / Nutzerantrag ab dieser Woche online

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Dieser Renault Zoe kann in Kürze übers Wochenende testweise ausgeliehen werden. Der Wunschtermin wird mit Peter Engler (l.) vom Förderverein Klimakommune abgeklärt, im Rathaus hat Jürgen Hölscher bei diesem Thema den Hut auf. Foto: Jan-Philipp Jenke

Die E-Mobilität ist für die meisten Neuland. Wer mit Elektro-Autos noch fremdelt oder neugierig auf die Technik ist, dem bietet die Gemeinde Saerbeck jetzt die Möglichkeit, den Renault Zoe, das Dienstfahrzeug der Verwaltung, übers Wochenende kostenlos auszuleihen. [Die dafür nötigen Unterlagen finden sie unten auf der Seite.]

Die Idee, die E-Mobilität zu fördern, indem man sie einmal erlebbar macht, hatte der Förderverein Klimakommune, der damit an die Verwaltung herantrat. Nach einigem Hickhack in der Politik über die Umsetzung des Konzepts steht die Ausleihe nun unmittelbar bevor. Wer den Renault Zoe einmal testen möchte, findet ab dieser Woche einen Nutzerantrag auf www.saerbeck.de, den er ausfüllen muss, sagt Amtsleiter Jürgen Hölscher, im Rathaus für das Thema zuständig. Die AGBs müssen akzeptiert werden, und es braucht jeweils eine Kopie vom Führerschein und Ausweis. Der Antrag kann dann im Rathaus abgegeben werden.

Anschließend nimmt Peter Engler vom Förderverein Klimakommune mit dem Antragsteller Kontakt auf, um den Termin für die Ausleihe abzuklären. Daher sollten die Interessenten ein Wunschwochenende bei den Unterlagen mit angeben. „14 Tage Vorlaufzeit sollte man einplanen“, so Hölscher, da man kein Gefühl habe, wie groß der Run auf die Zoe sein werde.

Die Voraussetzungen für die Ausleihe des E-Cars der Gemeinde: Ausleihberechtigt sind alle Saerbecker Bürger, Mitglieder des Fördervereins Klimakommune sowie Mitarbeiter der Verwaltung; Mindestalter 23 Jahre. Weitere Vorsetzung ist, dass man seit zwei Jahren im Besitz eines Führerscheins ist. Es dürfen maximal 400 Kilometer am Wochenende gefahren werden. Die Ausleihe ist kostenlos. „Es sei denn, die Nutzer halten sich nicht an die Spielregeln“, betont Hölscher. Dazu zählt beispielsweise, dass man den Wagen nicht völlig verdreckt wieder abgibt. Die Selbstbeteiligung bei einem selbstverschuldeten Unfall liegt bei 500 Euro.

Vier Fahrzeugpaten stehen zur Verfügung, die das E-Auto zum Wochenende ausgeben und nach dem Wochenende wieder in Empfang nehmen. Diese geben dem Nutzer auch eine detaillierte Einweisung. So fährt sich der Renault Zoe zum Beispiel wie ein Automatik. „Die Fahrzeugpaten haben aber keine 24-Stunden-Bereitschaft“, macht Hölscher deutlich.

Die Ausleihe übers Wochenende ist als Testphase bis Ende Oktober 2020 angelegt. Die App, über die die Ausleihe möglich werden sollte (diese Zeitung berichtete), kommt noch nicht zum Einsatz. „Das ist für den Anfang zu aufwendig“, sagt Hölscher. Vielleicht werde diese nach der Testphase interessant, wenn die Verwaltung Erfahrungen gesammelt hat und im Anschluss über ein Car-Sharing oder Quartier-Sharing nachdenkt.

Die Gemeinde Saerbeck bedankt sich bei Jan-Phillip Jenke für den bereitgestellten Text. Zum Original-Artikel gehts hier.

Download der Unterlagen:
Nutzerantrag
AGB ZOE-Nutzung
Preisliste zu den AGB ZOE-Nutzung
DSGVO ZOE-Nutzung