Der Förderverein bleibt unverzichtbar – Mitgliederversammlung: Bilanz, Ausblick, Vorstandswahlen
Der Förderverein bleibt unverzichtbar – Mitgliederversammlung: Bilanz, Ausblick, Vorstandswahlen
Der außerschulische Lernstandort steuert auf neue Rekordzahlen zu, die Saerbecker Energiegespräche verzeichnen ebenfalls wachsende Zahlen, Förderzusagen sind eine weitere Bestätigung der engagierten Arbeit, die im Förderverein Klimakommune Saerbeck geleistet wird. Da fiel das Dankeschön von Alfons Günnigmann, dem Vorsitzenden des Fördervereins, entsprechend groß aus: „Ein ganz dickes Lob“ gab es für alle, die sich bei Projekten einbringen, ob als Klimakommune-Guide, im ASLTeam, in Programmen rund um die Wärmewende oder bei den Energiegesprächen.
Ohne den Förderverein wäre vieles in der Klimakommune nicht möglich, das machte die Mitgliederversammlung des Vereins, die am Dienstag, 13. Oktober, in den Räumen der EGST im Bioenergiepark stattfand, erneut deutlich. Vor allem die wichtige Bildungsarbeit ruht auf den Schultern des Vereins. Alfons Günnigmann wies im Bericht zur Arbeit im außerschulischen Lernstandort Saerbecker Energiewelten (ASL), den er stellvertretend für die Leiterin Gabriele Droste hielt, auf die stetig steigende Nachfrage nach Projekttagen für Schulklassen hin. Gegen Jahresende dürfte die Zahl von 4500 Schülerinnen und Schülern erreicht sein, das ist ein neuer Spitzenwert, allerdings auch zugleich das Ende der Fahnenstange. „Viel mehr ist mit der Personalausstattung und drei Unterrichtstagen im Lernstandort nicht möglich“, so Günnigmann. Besonders gefragt sind die Lernmodule Abfall und Recycling sowie Erneuerbare Energien. Wichtiges Signal für den ASL: Die Förderung als BNE-Regionalzentrum (zusammen mit dem Verein energieland2050 und dem Nabu-Lehmdorf in Steinfurt) wurde in diesem Jahr für weitere drei Jahre fortgeschrieben.
Zum Bereich der Erwachsenenbildung zählen die Energiegespräche. Dr. Judith Stander-Dulisch berichtete in Vertretung von Johannes Dierker von vielen Terminen, Exkursionen, Radtouren und Informationsveranstaltungen. Der Mix aus Präsenz- und Onlineterminen hat sich bewährt; besonders nachgefragt war im August 2025 ein Blick auf die neuen Anlagen der EGST, an denen seinerzeit noch gebaut wurde. „BaustelleSchaustelle: Werksführung EGST“ zog gut 100 Besucherinnen und Besucher an.
Einen ähnlich exklusiven Blick verspricht das nächste Energiegespräch, dann geht es am Freitag, 6. November nach Lengerich zum Dyckerhoff-Zementwerk.
Bildung rund um die Wärmewende steht im Mittelpunkt des Projektes „Aus der Praxis für die Praxis — Neue Wege für die Bürgerbeteiligung für die Wärmewende“, das Dr. Judith Stander-Dulisch entwickelt. Zielgruppe sind Akteure (Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft) in kleinen Gemeinden bis zu 20.000 Einwohner in NRW, die sich für die Wärmewende einsetzen und die von Saerbeck in Sachen Bürgerbeteiligung und – engagement lernen möchten. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen großzügig gefördert.
Leicht rückläufig ist das Interesse an Führungen durch die Klimakommune. Während 2025 noch 2031 Personen sich vor Ort über die Klimakommune informierten, werden es bis Ende des Jahres mit den jetzt vorliegenden Buchungen gut 1450 Personen sein. Die rückläufigen Zahlen sind auf der einen Seite eine natürliche Entwicklung, auf der anderen Seite schmälert dieser Trend aber die Einnahmenseite. Die Erlöse aus den Führungen kommen nämlich dem Lernstandort zugute.
Der Förderverein muss sich bei den Finanzen nach wie vor mit einem strukturellen Defizit auseinandersetzen, wie Schatzmeister Guido Attermeier in seinem Bericht ausführte. Die steigenden Kosten, etwa bei den Busfahrten zum ASL, können nicht von Einnahmen aufgefangen werden, der Finanzsockel des Fördervereins schmilzt weiter ab. „Da müssen wir gegensteuern“, so Attermeier. Das passiert aber bereit, Attermeier sprach von positiven Signalen, die eine Verbesserung der Finanzen mittelfristig in Aussicht stellen. „Wir sind im Vorstand guter Dinge, können aber natürlich derzeit jede Spende gut gebrauchen.
Vorgestellt wurde in diesem Zusammenhang die Idee, eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) zu gründen, die mit einer hauptamtlichen Geschäftsführung die Aktivitäten des Fördervereins steuern könnte. Angesichts der Größenordnung der Aufgaben, die beim Start des Fördervereins nicht absehbar war, erscheint eine Professionalisierung sinnvoll. Noch ist diese gGmbH eine Idee und keinesfalls beschlossene Sache. Bei der nächsten Mitgliederversammlung im kommenden Jahr wird es dazu mehr Informationen geben. Wichtig: Der Förderverein soll, falls eine gGmbH tatsächlich gegründet wird, weiter die entscheidende Stimme bleiben.
Reine Formsache waren die Wahlen. Im Amt bestätigt wurden Alfons Günnigmann als erster Vorsitzender, Dr. Tobias Lehberg als stellvertretender Vorsitzender und Sabrina Borger als Schriftführerin. Zum Kassenprüfer wurde Peter Engler gewählt (alle Wahlen jeweils einstimmig).